Und wieder einmal habe ich es doch nicht geschafft regelmäßig was zu schreiben...Aber jetzt schreibe ich endlich!
Den letzten Eintrag habe ich vor 1 ½ Wochen gemacht..was ist seitdem passiert?
Also erstmal Homecoming.
Ich bin vier Stunden vor Beginn des Tanzes zu einer Freundin gefahren und dann haben wir uns zu 6. fertig gemacht (und gegessen, etc.) Man sollte meinen, dass vier Stunden wirklich lange ist und am Anfang hatte wir auch alle viiiel Zeit und auf einmal war es viertel vor acht und kaum jemand war angezogen, ein Absatz war abgebrochen und eine Handtasche verschwunden... Letztendlich konnten wir alle diese Hindernisse überwinden und saßen dann um halb neun alle im Auto.
Wir sind dann also zur Schule gefahren, denn der Tanz fand in der Turnhalle statt. Praktisch alle Mädchen hatten hohe Schuhe an und da niemand wirklich drin bequem laufen konnte, ist das erste was Mädchen machen: Schuhe ausziehen. (Meine Füße waren danach einfach nur schwarz...).
In der Turnhalle lief dann die ganze Zeit Musik und um 23:30 war der ganze Spaß dann vorbei.
Wir sind danach wieder zu Elisas Haus gefahren und haben einen Sleepover gemacht.
Hier ein paar Bilder:
Ich, Rachel, Sydney, Elise, Jessi, Christa
Rachel & Ich
Ich
Während der Woche ist dann eigentlich nichts Spannendes passiert. Ich habe mich mit Freunden getroffen, herausgefunden wie ich meine Noten im Internet finde (ich steh überall 1, außer Mathe :D) und dann war auch schon das nächste Wochenende. Das bedeutet: Baby-Wochenende. Ich hab Freitag nach der Schule also mein Baby abgeholt. Dazu gabs dann einen Autositz und den „Diaperbag“ mit Flasche, Wechsel-Windel, Handbuch und Wechsel-Klamotten. Noch dazu musste ich immer genau Protokoll führen, wann mein Baby wie lange warum geschrien hat. (Daher weiß ich ganz genau, dass mein Guter in der Nacht von Samstag auf Sonntag ganze neun mal geschrien hat...) Es war in allem ziemlich furchtbar; hat aber trotzdem irgendwie Spaß gemacht. Vivian hat ihn dann „Tony from da Hood“ genannt, da mein Tony einen Kapuzenpulli an hatte.
Der Sinn des ganzen Projekts ist eigentlich nur, dass amerikanische Teenager von der Schwangerschaft abgeschreckt werden (Name des Programms: „Baby think it over“). Mich hat das ziemlich fertig gemacht, da dieses Baby furchtbar laut schreit und man im ersten Moment immer ziemlich hilflos ist. Und wie ein Wecker wird das Baby immer lauter. Hätte ich nur das Schreien gehört, hätte ich gedacht, dass da ein Baby misshandelt wird...
Ich war auf jeden Fall sehr froh, als ich Montag-Morgen mein Baby meinem Decisions-Teacher geben konnte. Auf Nimmerwiedersehen, Tony ...denkste!
Montag-Abend habe ich mit Kalee (Amerikanerin) und Guillaume (französischer Austauschschüler) getroffen und Guillaume hat ebenfalls Decisions gewählt und war daher auch mit einem elektronischen Baby beglückt worden. Und siehe da: Es war Baby B900 – mein Tony!
Scheinbar waren Tony und ich doch mehr verbunden als ich dachte...:D
Heute ist Donnerstag und zur Zeit entspanne ich mich gerade. Gestern Abend habe ich mich noch mit Kalee getroffen (und sie bei Phase 10 abgezogen, hahaha :D) und heute geht der Exchange-Student-Club von meiner High School zu einem 'Gruselhaus'. Ich hab mich noch nicht ganz entschieden, ob ich gehen soll...einerseits will ich das natürlich sehen, aber andererseits sagen alle, dass das wirklich gruselig ist...und 15$ Eintrittsgeld sind jetzt auch nicht so wenig...naja. Mal sehen!
Die amerikanische High School gefällt mir ungefähr so gut wie die Deutsche. Was in Deutschland besser ist, ist dass man nur 45 Minuten Unterricht und jeden Tag einen anderen Stundenplan hat. Hier geht jede Stunde 60 Minuten und man hat jeden Tag die gleichen Fächer...das ist etwas langweilig. Die Lehrer gefallen mir hier viel besser! Die Lehrer sind lockerer, lustiger und wollen dir wirklich was beibringen. Letzte Woche haben wir in Decisions über Kommunikation gesprochen. Dazu sollte jeder aufschreiben, wie man ein Erdnussbutter-Marmelade-Sandwich macht. Dann hat der Lehrer genau das gemacht, was da stand. Und wenn der Schüler nichts über ein Messer geschrieben hat, hat der Lehrer seine Hand genommen und die Erdnussbutter (mit Handschuh) so aufs Brot geschmiert. Oder ein anderes Beispiel: Der Schüler hat zwar ein Messer erwähnt, dafür aber vergessen zu sagen, dass er den Deckel der Erdnussbutter abnehmen muss. Mr Dyke hat das Messer volle Kanne durch den Deckel gestochen! Oder wenn nur die Rede von „Marmelade auf eine Seite schmieren“ war, dann war die Marmelade nur auf der Kruste und nicht auf der „großen Fläche“; etc.. Sehr lehrreiche und witzige Stunde!
Und die amerikanische High School hat noch einen riesigen Vorteil. Es interessiert hier einfach niemanden, was du trägst. In Deutschland bist du „uncool“ wenn du nicht eine Röhrenhose trägst oder „assi“ wenn du mit Jogginghose zur Schule kommst. Und hier? Wenn man sich hier nur die 'Beinbekleidung' der weiblichen Geschöpfe ansieht...: 35% Röhrenhosen, 35% Schlaghosen, 20% Jogginghosen und 10% Schlafanzughosen (ja, wirklich Pyjamas). Niemand guckt dich hier komisch an, wenn du mal nicht nur Wert auf dein Äußeres legst. Das hat mir mal wieder gezeigt, dass es viel weniger ums Äußere und viel mehr ums Innere geht!
Mit diesen weisen, viel-gesagt-und-doch-nie-beachteten Worten verabschiede ich mich!
Und nochmal danke an alle die mir E-mails/ Briefe schreiben oder anrufen! :-*