Dienstag, 29. Dezember 2009

Pappteller

Thanksgiving - Einer der wohl wichtigsten Feiertag in der amerikanischen Geschichte. Natürlich wird das mit einem riiiiiesen Buffet gefeiert. Es gab die wildesten Gerichte mit Dip und fünf verschiedenen Desserts. Und wovon haben wir gegessen? Richtig, Pappteller. Amerikaner habens nicht so ganz mit richtigen Teller..."geht einfach schneller danach aufzuräumen".
Nach dem großen Thanksgiving-Essen haben sich ziemlich schnell kleine Grüppchen gebildet, in denen man dann für ein paar Stunden zusammen saß.

Was ist sonst noch so in dem letzten Monat passiert? Weihnachten!
Die Vorweihnachtszeit ist irre (wie ihr vielleicht schon an den ganzen Weihnachtslichtern-Bildern festgestellt habt). Seit Mitte November fängt hier praktisch Weihnachten an. Nur noch Weihnachtsmusik und Weihnachtslichter. Amerikaner lieben Weihnachten! Der Weihnachtsbaum steht in den meisten Familien schon um die 2 Wochen vor Weihnachten im Wohnzimmer. Nach und nach packt man dann alle Geschenke unter den Baum. Am 24. Dezember ist "Christmas Eve". Der Tag an sich ist nicht soo besonders, normalerweise hat man ein schickes Essen am Abend, das ist es aber dann auch. Nach dem Essen geht man dann noch in die Kirche und dann gehts ab ins Bett, damit Santa Claus kommen kann! Am Morgen vom 25. Dezember packt man dann im Schlafanzug alle Geschenke aus und hat einene Familientag.
Das ist unser Weihnachtsbaum. Nein, nicht wirklich typisch amerikanisch...Typisch amerikansich wäre mit vielen Glitzer, Kugeln und Lichtern oder ein "Familienbaum", der ausschließlich aus Bildern der ganzen Familie besteht.




Ich hab zu Weihnachten ein paar Pakete aus Deutschland bekommen (danke an euch [: ), über die ich mich total gefreut habe und mein Gasteltern haben mir auch einige coole Geschenke geschenkt! Unter anderem hat Vivian mir einen Schal gestrickt und Ron hat Stoff gekauft, den geschnitten und dann alle Ecken zusammen geknotet und mir so eine Fußball-Decke gemacht :-)
Hier ist endlich ein Bild von den beiden!


Weihnachten ist wie gesagt was ganz Tolles für Amerikaner. Folglich wurde auch die Schule geschmückt. Natürlich habe ich sofort meine Kamera geschnappt!




Generell sieht die Schule nicht so langweilig aus... Auf dem nächsten Bild ist mein Mathelehrer, Mr. Weaver in seiner Jenison-Ecke in seinem Klassenraum.


Mr. Weaver hat seinen Klassenraum auch schön weihnachtslich geschmückt..


Das nächste Bild habe ich am letzten Schultag aufgenommen. Da das der letzte Schultag vor den Ferien und Weihnachten war, haben sich einige ein bisschen weihnachtlich anzogen. Einige haben es vielleicht etwas übertrieben..(man achte auf die Füße! :-D)

Natürlich ist Weihnachtszeit auch Kekse-Backen-Zeit. In Amerika bäckt man aber nicht einfach so Kekse. Man bäckt zu Weihnachten "Sugar Cookies". (Hauptbestandteil Zucker..Surprise Surprise) Die Kekse sind also eigentlich schon ziemlich süß. Aber so würde nicht ein einziger Amerikaner einen Sugar Cookie essen! Auf jeden Keks muss "Frosting". Ich weiß gar nicht, wie ich 'Frosting' übersetzen soll. Da ich es unter Anderem selbst gemacht habe, kann ich euch die Bestandteile gerne etwas weiter erleutern. Also man nimmt ganz viel Zucker, viel Butter, einen Teelöffel Milch und dann noch Geschmack (zum Beispiel Vanille-Sirup). Das wird dann alles zusammen gemixt und dann mit Lebensmittelfarbe bunt gemacht. (Frosting kommt überins auch auf jeden Kuchen. Hier würde niemand irgendeinen Kuchen auch nur anfassen, wenn da keine Zuckerschicht drauf ist). Ich habe dann fleißig mit Vivian und einer Freundin Kekse gebacken und dekoriert (natürlich auch einen Werder-Keks!)





Was gab es sonst noch so im Dezember?
Wir haben jetzt meinen Rückflug gebucht! Ich fliege hier am 26. Januar los. Und da ich ursprünglich nach North Carolina geflogen bin, muss ich auch von da wieder abfliegen. Ich habe um die fünf male mit der Fluggesellschaft telefoniert und ich muss trotzdem von North Carolina fliegen. Daher darf ich um 5:55 in den Flieger in Grand Rapids (nächste große Stadt in Michigan) steigen, in Cleveland zwischenlanden, dann nach Charlotte. Von Charlotte nach Atlanta und DANN von Atlanta nach Düsseldorf!
Für alle, die Interesse haben, mich vom Flughafen abzuholen: Ich komme am Mittwoch, 27. Januar um 7:45 am Morgen in Düsseldorf an!

Wir hatten für die erste Ferienwoche einige Besuche bei Verwandten von Vivian und Ron geplant. Dooferweise bin ich dann krank geworden (sowas wie eine Mandelentznündung) und wir mussten alle Besuche verschieben.
Jetzt, in der zweiten Ferienwoche holen wir das gerade alles nach. Wir waren Samstag und Sonntag in Traverse City bei der Familie von dem Bruder von Ron, Roger. Roger und seine Frau Tina haben fünf Kinder und die ganze Familie ist so cool! Ich habe mit den Eltern und einem Sohn bis halb zwei nachts Wii gespielt und voher habe ich mit Roger Air-Hockey gespielt. Denn die haben in ihrem Keller eine Wii, ein Billiardtisch, ein Air-Hockey-Tisch, eine Küche, 4 Wii-Gitarren, 2 Wii-Schlagzeuge und einen Fernseher (eher ein Heimkino) mit 160cm Bildschirmdiagonale!
Außerdem durfte ich Schneemobil fahren, was mal sowas von cool war :-D (siehe Videos weiter unten). Als ich das Schneemobil gesteuert habe, sind wir mit ungefähr 60 km/h rumgedüst und als Rogers Sohn gelenkt hat, noch schneller, huuuui!
Traverse City ist an sich so eine tolle Stadt! Super schön :-)! Und Traverse City liegt genau an Lake Michigan! Man genieße die Aussicht!


Jetzt bin ich gerade in Detroit und besuche mit Vivian und ihrer Nichte Vivians Tante und ihre Familie. Gleich gehts wieder shoppen, juhu!

Am Donnerstag ist Silvester. Silvester wird hier ganz anders gefeiert, als in Deutschland. Die knallen hier kein bisschen und manche Leute bleiben gar nicht erst auf. Runterzählen macht man nicht von 10 wie in Deutschland, sondern von 12.
Und am Samstag ist mein Geburtstag, juhuuu!

So, das wars erstmal wieder!
Frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2010!

Samstag, 26. Dezember 2009

Meine erste Schneemobil-Fahrt

Wir sind heute bei der Familie von Rons Bruder, Roger, zu Besuch.
Ich bin heute zum ersten mal in meinem Leben Schneemobil gefahren! Das hat end Spass gemacht! :-D
Im ersten Video ist Ryan, Rogers Sohn, gefahren und im zweiten Video ich!



Freitag, 4. Dezember 2009

Weihnachts Dekorationen

Noch mehr von verrückten Ami-Häusern...











Dienstag, 24. November 2009

Happy Thanksgiving!

Hallo!
Ich hoere auf, mir vorzunehmen, dass ich oefter schreibe, weil ich es ja doch nicht schaffe. Tut mir leid, dass mein Blog so langsam waechst.
Heute ist mein letzter Schultag fuer diese Woche, weil Donnerstag Thanksgiving ist. Dafuer haben die Amis 3 tage frei! Super, denn hier gibt es ja keine Herbstferien :-(
Also, was ist so passiert?
Ich hatte eine Wurzelbehandlung. Eigentlich eine seeehr schemrzhafte Angelegenheit, aber der Zahnarzt hier hat mich so betaubt, dass meine linke Gesichtshaelfte praktisch tot war. Ich lag dann also 2 Stunden in dem Stuhl und musste mir Weihnachtsmusik anhoeren (Mitte November!!); Ich hatte so eine Art 'Kissen" in meinem Mund, damit ich den nicht schliessen konnte und dann bin ich ab und zu etwas eingenickt :-D. Danach war ich erstmal mit Ron bei Mc Donalds. (Fuer alle, die sich fragen, wie man einer gelaehmten linken gesichtshaelfte einen Burger isst..naja sagen wir, Ron hatte Spass mir beim Essen zuzusehen...) Auf jeden Fall geht es meinem Zahn jetzt besser. Also der Zahn ist nun ziemlich leblos, aber mir geht's jetzt besser.
Ausserdem bin ich jetzt im Schul-Bowlingteam! Jaha, ich weiss, nach Golf jetzt die naechste Leistungssportart :-D. ist aber eigentlich ziemlich cool :-) Ich bin zwar so ziemlich die
Schlechteste, ABER ich habe meine Punkte von anfaenglichen 73 zu 121 verbessert!

Wie gesagt, Donnerstag ist Thanksgiving. Deswegen fahren wir morgen zu dem Vater von meiner Gastmutter. Dann kochen wir die ganze Zeit und am Samstag gibt es dann das grosse Thanksgiving Dinner mit 30 (!) Leuten. Wir haben die Feuerwehrhalle gemietet, damit wir alle in einen Raum passen. Am Freitag nach Thanksgiving ist "Black Friday". An dem Tag gibt es (meistens auf elektronische Geraete) die groessten Rabatte im ganzen Jahr. Die Geschaefte machen dann alle um 5 Uhr morgens auf. Ich kann das leider nicht nutzen, weil wir ja bei Vivians Vater sind und der lebt in Elmira, ein Kaff mit vielleicht 200 Einwohnern?

In Decisions hatten wir jetzt ein langes Projekt: "Career Prepration". Das geht von Bewerbungen ausfuellen, ueber Lebenslauf schreiben, bis zu Jobs suchen. Fuer 6 Projekte gibt es ingesamt 90 Punkte (das ist viel!). Und mein vereherter Herr Lehrer, Mr. Dyke, hat mir heute 30 Punket verweigert, weil ich in einem Dokument "with" anstatt "of" benutzt und auf einem anderen Blatt "b" und "p" verwechselt habe. Hallooooo? Ich versuche nach der Stunde nochmal mit ihm zu reden.
Ich sitzte gerade in meiner 4. Stunde: Senior Study Hour. In der ich scheinbar wahrend der Schulzeit einfach mal gar nichts machen muss. Ich mein, in den amerikanischen Unterrichtsstunden muss man eigentlich eh nie etwas machen. Ich habe kein Fach mit einer muendlichen Bewertung. Es geht immer darum, welche Blaetter du abgibst und wie du die Tests schreibst.
Nach der Stunde habe ich Theater. Das macht total Spass, weil wir in letzter Zeit viel mit Schauspielerei (und weniger Theorie!) machen. In Computer Creations muessen wir mit Hilfe von Adobe Photoshop zwei Gegensaetze auf ein Bild bringen. Dann gibt es noch Team Sports. In jeder Stunde hoeren wir Musik - die knallharten Beats von den Pussycat Dolls oder auch Rihanna. Und das in einer Klasse mit mehr als 25 maennlichen Teilnehmern... Nach Football, Lacrosse, Speedball, Frisbee, Hockey, Fussball und Basketball fangen wir naechste Woche mit Volleyball und Wasserpolo (ja, wir haben einen School-Pool) unsere letzten beiden Sportarten an.
Ach und am 11. November waren wir einen College in der Naehe (Grand Valle State University). Es war der "International Student Day" und 150 Austauschschueler aus ganz West Michigan waren da! Darunter auch ungefaehr 10 Deutsche! Wir haben dann eine Campus-Tour gemacht und mehr ueber das amerikanische Schulsystem gelernt.
So, ich glaube das war es erstmal wieder.
Bis bald!

Sonntag, 8. November 2009

anders?

Ich werde oft gefragt, ob es hier anders als in Deutschland ist. Die Frage kann ich nur lauthals bejahen. Bevor ich nach Amerika gekommen bin, habe ich mir natürlich ausgemalt, dass das Leben hier anders sein wird. Aber ich wusste nicht wie anders...
Es ist einfach ALLES anders. Ich dachte, dass sowohl Amerikaner, als auch Europäer zu der Lebensgruppe 'zivilisierte Menschen' gehören und daher identische Lebenseinstellungen haben, aber mittlerweile bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher.
Ich hab den leisen Verdacht, dass Amerikaner denken, dass sie etwas Besseres sind. Ich saß letzte Woche mit Vivian und einer Freundin von mir im Auto und Vivian meinte dann, dass es doch ziemlich interessant ist, mal einen Austauschschüler kennen zu lernen; weil man dann erfährt, dass doch nicht jeder Mensch Amerikaner sein möchte. Ich war etwas irritiert, denn ich kenne jetzt nicht so viele Menschen, die unbedingt zu dem wohl faulsten und dicksten Land (pardon!) gehören möchten.
Amerikaner denken, dass sie was Besonderes sind; daher haben sie auch einfach mal alle Einheiten geändert. Hier gibt es keine Liter, Meter, Celsius, km/h, … folglich ist es immer etwas schwer zu sagen, wie groß ich bin, wie kalt es ist, wie viel Wasser in einer Flache ist, wie weit es von A nach B ist, was die Geschwindigkeits--Begrenzung auf deutschen Autobahnen ist und und und. Die Amis sind sich aber durchaus bewusst, dass dieses System nur für ein einziges Land gilt; während die anderen Einheiten so ziemlich weltweit sind. Auf den meisten Flaschen steht zum Glück drauf, dass beispielsweise 14,5 OZ 411 ml entsprechen...Naja. Ich persönlich denke, dass man sich einem weltweiten Standard eventuell anpassen sollte.
Etwas anderes, was einfach nicht in meinen Kopf reingeht, ist der Klimawandel. In Deutschland wird da so ein Hype darum gemacht, dass man mehr Fahrrad fahren soll und Pfandflaschen recyceln soll, etc.. Und hier? Jeder Familienhaushalt hat mindestens zwei Autos (durchschnittlich hat eigentlich jedes Kind ein eigenes Auto) und ein Lehrer an meiner Schule hat – ungelogen – 13 Autos! Pfandflaschen werden hier teilweise recycelt (kommt auf den Staat an), aber Klimawandel ist hier nicht so das Thema. Ich frage mich, ob Amerikaner das nicht realisieren, dass Autos keine langfristige Lösung sind. Schon bald wird Sprit so teuer sein, dass sich das niemand mehr leisten kann und dann gibt es hier ein riesiges Problem. Ein sicheres (oder überhaupt existierendes) Bus- oder Bahnnetz gibt es nicht und Laufen kommt auch nicht wirklich in Frage. Na zum Glück gibt es ja noch Fernseher zur Unterhaltung, wenn keiner mehr das Haus verlassen kann.
Was noch total anders ist, ist das Schulsystem. Die weiterführende Schule nach der Grundschule ist die „Junior High“ (5.-8. Klasse) und darauf folgt „Senior High“ (9.-12.). Man hat aber nicht nur Kurse mit Leuten aus der eigenen Stufe sondern mit der ganzen Schule. Das finde ich eigentlich ziemlich gut, da man so viel mehr Leute kennen lernt.
Ich kann heute nicht so viel schreiben, da neue Visums-Probleme aufgekommen sind und die gehen leider vor.
Bis bald!

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Halloooo!
Und wieder einmal habe ich es doch nicht geschafft regelmäßig was zu schreiben...Aber jetzt schreibe ich endlich!

Den letzten Eintrag habe ich vor 1 ½ Wochen gemacht..was ist seitdem passiert?
Also erstmal Homecoming.
Ich bin vier Stunden vor Beginn des Tanzes zu einer Freundin gefahren und dann haben wir uns zu 6. fertig gemacht (und gegessen, etc.) Man sollte meinen, dass vier Stunden wirklich lange ist und am Anfang hatte wir auch alle viiiel Zeit und auf einmal war es viertel vor acht und kaum jemand war angezogen, ein Absatz war abgebrochen und eine Handtasche verschwunden... Letztendlich konnten wir alle diese Hindernisse überwinden und saßen dann um halb neun alle im Auto.
Wir sind dann also zur Schule gefahren, denn der Tanz fand in der Turnhalle statt. Praktisch alle Mädchen hatten hohe Schuhe an und da niemand wirklich drin bequem laufen konnte, ist das erste was Mädchen machen: Schuhe ausziehen. (Meine Füße waren danach einfach nur schwarz...).
In der Turnhalle lief dann die ganze Zeit Musik und um 23:30 war der ganze Spaß dann vorbei.
Wir sind danach wieder zu Elisas Haus gefahren und haben einen Sleepover gemacht.
Hier ein paar Bilder:
Ich, Rachel, Sydney, Elise, Jessi, Christa

Rachel & Ich

Ich



Während der Woche ist dann eigentlich nichts Spannendes passiert. Ich habe mich mit Freunden getroffen, herausgefunden wie ich meine Noten im Internet finde (ich steh überall 1, außer Mathe :D) und dann war auch schon das nächste Wochenende. Das bedeutet: Baby-Wochenende. Ich hab Freitag nach der Schule also mein Baby abgeholt. Dazu gabs dann einen Autositz und den „Diaperbag“ mit Flasche, Wechsel-Windel, Handbuch und Wechsel-Klamotten. Noch dazu musste ich immer genau Protokoll führen, wann mein Baby wie lange warum geschrien hat. (Daher weiß ich ganz genau, dass mein Guter in der Nacht von Samstag auf Sonntag ganze neun mal geschrien hat...) Es war in allem ziemlich furchtbar; hat aber trotzdem irgendwie Spaß gemacht. Vivian hat ihn dann „Tony from da Hood“ genannt, da mein Tony einen Kapuzenpulli an hatte.
Der Sinn des ganzen Projekts ist eigentlich nur, dass amerikanische Teenager von der Schwangerschaft abgeschreckt werden (Name des Programms: „Baby think it over“). Mich hat das ziemlich fertig gemacht, da dieses Baby furchtbar laut schreit und man im ersten Moment immer ziemlich hilflos ist. Und wie ein Wecker wird das Baby immer lauter. Hätte ich nur das Schreien gehört, hätte ich gedacht, dass da ein Baby misshandelt wird...
Ich war auf jeden Fall sehr froh, als ich Montag-Morgen mein Baby meinem Decisions-Teacher geben konnte. Auf Nimmerwiedersehen, Tony ...denkste!
Montag-Abend habe ich mit Kalee (Amerikanerin) und Guillaume (französischer Austauschschüler) getroffen und Guillaume hat ebenfalls Decisions gewählt und war daher auch mit einem elektronischen Baby beglückt worden. Und siehe da: Es war Baby B900 – mein Tony!
Scheinbar waren Tony und ich doch mehr verbunden als ich dachte...:D



Heute ist Donnerstag und zur Zeit entspanne ich mich gerade. Gestern Abend habe ich mich noch mit Kalee getroffen (und sie bei Phase 10 abgezogen, hahaha :D) und heute geht der Exchange-Student-Club von meiner High School zu einem 'Gruselhaus'. Ich hab mich noch nicht ganz entschieden, ob ich gehen soll...einerseits will ich das natürlich sehen, aber andererseits sagen alle, dass das wirklich gruselig ist...und 15$ Eintrittsgeld sind jetzt auch nicht so wenig...naja. Mal sehen!

Die amerikanische High School gefällt mir ungefähr so gut wie die Deutsche. Was in Deutschland besser ist, ist dass man nur 45 Minuten Unterricht und jeden Tag einen anderen Stundenplan hat. Hier geht jede Stunde 60 Minuten und man hat jeden Tag die gleichen Fächer...das ist etwas langweilig. Die Lehrer gefallen mir hier viel besser! Die Lehrer sind lockerer, lustiger und wollen dir wirklich was beibringen. Letzte Woche haben wir in Decisions über Kommunikation gesprochen. Dazu sollte jeder aufschreiben, wie man ein Erdnussbutter-Marmelade-Sandwich macht. Dann hat der Lehrer genau das gemacht, was da stand. Und wenn der Schüler nichts über ein Messer geschrieben hat, hat der Lehrer seine Hand genommen und die Erdnussbutter (mit Handschuh) so aufs Brot geschmiert. Oder ein anderes Beispiel: Der Schüler hat zwar ein Messer erwähnt, dafür aber vergessen zu sagen, dass er den Deckel der Erdnussbutter abnehmen muss. Mr Dyke hat das Messer volle Kanne durch den Deckel gestochen! Oder wenn nur die Rede von „Marmelade auf eine Seite schmieren“ war, dann war die Marmelade nur auf der Kruste und nicht auf der „großen Fläche“; etc.. Sehr lehrreiche und witzige Stunde!
Und die amerikanische High School hat noch einen riesigen Vorteil. Es interessiert hier einfach niemanden, was du trägst. In Deutschland bist du „uncool“ wenn du nicht eine Röhrenhose trägst oder „assi“ wenn du mit Jogginghose zur Schule kommst. Und hier? Wenn man sich hier nur die 'Beinbekleidung' der weiblichen Geschöpfe ansieht...: 35% Röhrenhosen, 35% Schlaghosen, 20% Jogginghosen und 10% Schlafanzughosen (ja, wirklich Pyjamas). Niemand guckt dich hier komisch an, wenn du mal nicht nur Wert auf dein Äußeres legst. Das hat mir mal wieder gezeigt, dass es viel weniger ums Äußere und viel mehr ums Innere geht!
Mit diesen weisen, viel-gesagt-und-doch-nie-beachteten Worten verabschiede ich mich!
Und nochmal danke an alle die mir E-mails/ Briefe schreiben oder anrufen! :-*

Samstag, 10. Oktober 2009

Bilder

Soo, hier endlich die Bilder!

Haus

Badezimmer

Küche mit Vivian

Wohnzimmer

Esszimmer

Mein Zimmer

Katzenklo-Badezimmer :-!

Haus

Vivian ist Schulbusfahrerin. Deswegen steht der immer in unserer Einfahrt :D

Und die nächsten Bilder sind aus dem Garten :]

Gemüsegarten